Cloud oder eigener Server? Die richtige IT-Entscheidung für Ihre Pflegeeinrichtung
Die Digitalisierung in der Pflege schreitet voran – und damit stehen viele Pflegedienste und Pflegeeinrichtungen vor einer grundlegenden Frage: Sollen wir unsere Pflegesoftware auf einem eigenen Server betreiben oder setzen wir auf eine Cloud-Lösung?
Diese Entscheidung hat weitreichende Konsequenzen für den Arbeitsalltag, die Kosten und nicht zuletzt für die Sicherheit Ihrer sensiblen Patientendaten. In diesem Artikel zeigen wir Ihnen, warum die Cloud für die meisten Pflegeeinrichtungen die bessere Wahl ist.
Das Problem mit dem eigenen Server
Auf den ersten Blick erscheint ein eigener Server attraktiv: einmal kaufen, aufstellen, fertig. Doch die Realität sieht anders aus.
Hardware altert – und muss ersetzt werden
Server-Hardware hat eine durchschnittliche Lebensdauer von etwa vier Jahren. Danach steigt das Ausfallrisiko deutlich, und die Leistung entspricht nicht mehr den aktuellen Anforderungen. Das bedeutet: Alle vier Jahre fallen erneut Anschaffungskosten an – inklusive der aufwendigen Einrichtung und Datenmigration. Diese versteckten Folgekosten werden bei der ursprünglichen Kaufentscheidung oft unterschätzt.
Komplexität von Anfang an
Ein eigener Server will eingerichtet, konfiguriert und gewartet werden. Betriebssystem-Updates, Sicherheitspatches, Backup-Strategien, Firewall-Konfiguration – all das erfordert Fachwissen, das in Pflegeeinrichtungen selten vorhanden ist. Entweder müssen Sie teures IT-Personal einstellen oder regelmäßig externe Dienstleister beauftragen.
Wenn der Strom ausfällt, steht alles still
Stellen Sie sich vor: Stromausfall in Ihrer Einrichtung. Ihr Server geht vom Netz, und plötzlich kann kein Mitarbeiter mehr auf die Pflegedokumentation zugreifen. Touren können nicht geplant werden, Medikamentenpläne sind nicht einsehbar, die Abrechnung steht still. Selbst ein kurzer Ausfall kann den gesamten Betrieb lahmlegen.
Das Gleiche gilt für Internetausfälle: Wenn Ihre Mitarbeiter im Außendienst keinen Zugriff auf die Daten haben, weil der Server in der Zentrale nicht erreichbar ist, wird die mobile Dokumentation unmöglich.
Warum die Cloud die bessere Wahl ist
Professionelle Cloud-Anbieter haben Lösungen für genau diese Probleme entwickelt – und können diese dank Skaleneffekten zu einem Bruchteil der Kosten anbieten.
Sicherheit auf höchstem Niveau
Cloud-Rechenzentren sind speziell für den sicheren Betrieb sensibler Daten konzipiert. Mehrfach redundante Internetanbindungen sorgen dafür, dass Ihre Daten immer erreichbar sind. Unterbrechungsfreie Stromversorgungen (USV) und Notstromaggregate garantieren den Betrieb auch bei längeren Stromausfällen. Professionelle Sicherheitsteams überwachen die Systeme rund um die Uhr und spielen Sicherheitsupdates zeitnah ein.
Als Pflegeeinrichtung müssen Sie sich nicht selbst um Firewalls, Verschlüsselung oder Datensicherung kümmern – das übernimmt Ihr Cloud-Anbieter. Gerade bei sensiblen Gesundheitsdaten ist das ein enormer Vorteil.
Planbare Kosten ohne böse Überraschungen
Bei einer Cloud-Lösung zahlen Sie einen festen monatlichen oder jährlichen Betrag. Keine überraschenden Hardwareausfälle, keine teuren Neuanschaffungen alle vier Jahre, keine unkalkulierbaren Wartungskosten. Sie wissen genau, was Ihre IT kostet – und können entsprechend planen.
Im Vergleich zur Eigenlösung sind die monatlichen Cloud-Kosten dabei deutlich günstiger, wenn man alle Faktoren einrechnet: Hardware, Strom, Kühlung, IT-Personal, externe Dienstleister und die regelmäßige Erneuerung der Technik.
Verfügbarkeit, auf die Sie sich verlassen können
Professionelle Cloud-Anbieter garantieren hohe Verfügbarkeiten. Durch redundante Systeme, mehrere Rechenzentren und automatische Failover-Mechanismen sind Ihre Daten praktisch immer erreichbar – unabhängig davon, ob in Ihrer Einrichtung gerade der Strom ausfällt oder das Internet gestört ist.
Ihre Mitarbeiter können von überall arbeiten: im Büro, unterwegs beim Patienten oder im Homeoffice. Alles, was sie brauchen, ist eine Internetverbindung.
Einfacher Einstieg ohne IT-Kenntnisse
Eine Cloud-Lösung ist in der Regel innerhalb weniger Tage einsatzbereit. Sie benötigen keine eigene IT-Abteilung und müssen sich nicht mit Server-Konfiguration beschäftigen. Updates und Wartung laufen automatisch im Hintergrund, ohne dass Sie aktiv werden müssen.
Der Kostenvergleich im Überblick
Anschaffung Eigener Server: Hohe Einmalkosten alle 4 Jahre – Cloud: Keine
Laufende Kosten Eigener Server: Unkalkulierbar (Wartung, Strom, Reparaturen) – Cloud: Feste monatliche Gebühr
IT-Personal Eigener Server: Erforderlich oder externe Dienstleister – Cloud: Nicht erforderlich
Ausfallsicherheit Eigener Server: Abhängig von lokaler Infrastruktur – Cloud: Redundante Systeme inklusive
Sicherheit Eigener Server: Eigenverantwortung – Cloud: Professionelles Management
Skalierbarkeit Eigener Server: Neue Hardware erforderlich – Cloud: Flexibel anpassbar
Fazit: Die Cloud ist für Pflegeeinrichtungen die wirtschaftlichere und sicherere Wahl
Für die meisten Pflegedienste und Pflegeeinrichtungen ist eine Cloud-Lösung heute die klare Empfehlung. Sie erhalten professionelle IT-Infrastruktur zu planbaren Kosten, können sich auf maximale Verfügbarkeit verlassen und müssen sich nicht um technische Details kümmern.
Die Zeit und Energie, die Sie bei der IT-Administration sparen, können Sie in das investieren, was wirklich zählt: die bestmögliche Versorgung Ihrer Patienten und Bewohner.
Sie möchten mehr darüber erfahren, wie eine Cloud-Lösung für Ihre Pflegesoftware aussehen könnte? Wir beraten Sie gerne – sprechen Sie uns an.
