hellomed Benutzer anlegen: Ein Konto pro Pflegekraft ohne neue E-Mail-Adresse

Viele Pflegedienste arbeiten in hellomed mit einem einzigen Konto für das ganze Team. Der Grund ist fast immer derselbe: Jeder Benutzer braucht eine eigene E-Mail-Adresse, und die hat nicht jede Pflegekraft. Dabei lässt sich das in wenigen Minuten lösen, ohne ein einziges neues Postfach.
Was ist hellomed?
hellomed ist nach eigener Beschreibung die digitale Pflege-Apotheke für Pflegekräfte. Das Berliner Unternehmen hellomed Group GmbH digitalisiert die Medikationsversorgung in der ambulanten und stationären Pflege.
Herzstück ist die Software hellomedOS. Sie verbindet Pflegeeinrichtungen mit spezialisierten Partner-Apotheken und lässt sich an bestehende Pflegesoftware anbinden. hellomed ist an die Telematikinfrastruktur (TI) angeschlossen und nutzt Dienste wie KIM. Im Februar 2026 hat das Unternehmen 6 Millionen Euro Wagniskapital erhalten.
Wie hellomed Pflegediensten hilft
Laut hellomed übernimmt das Team einen großen Teil der Arbeit rund um die Dauermedikation:
- Medikationschecks und aktuelle Medikationspläne durch das pharmazeutische Team
- Rezeptmanagement inklusive Abstimmung mit den Ärzten
- Vorsortierte, verblisterte Medikamente über einen Blister-Partner
- Digitale Kommunikation zwischen Pflege, Ärzten und Apotheke statt Papier und Rückfragen
Pflegekräfte sollen so mehrere Stunden pro Woche sparen. Gleichzeitig sinkt das Risiko von Medikationsfehlern, die in Deutschland geschätzt rund 250.000 Krankenhauseinweisungen pro Jahr verursachen.
Ein Konto für alle oder ein Benutzer pro Pflegekraft?
Die klare Empfehlung lautet: Jede Fachkraft bekommt ihren eigenen Benutzer. Ein gemeinsames Konto wirkt bequem, bringt im Alltag aber echte Nachteile.
Gemeinsames Konto
- Niemand kann nachvollziehen, wer was geändert hat
- Das Passwort kennt jeder und es wird weitergegeben
- Verlässt jemand das Team, muss das Passwort für alle geändert werden
Ein Benutzer pro Fachkraft
- Jede Änderung ist einer Person zugeordnet
- Jeder hat sein eigenes Passwort
- Verlässt jemand das Team, sperren Sie nur diesen einen Benutzer
Die Lösung: Plus-Adressen
Sie brauchen keine neuen E-Mail-Adressen. Sie ergänzen Ihre vorhandene Adresse einfach um ein Pluszeichen und den Namen der Pflegekraft.
Aus [email protected] wird zum Beispiel:
- [email protected] für Anna Müller
- [email protected] für Sabine Keller
hellomed sieht darin drei unterschiedliche E-Mail-Adressen. Ihr Postfach dagegen ignoriert alles nach dem Pluszeichen. Alle Nachrichten landen also ganz normal in [email protected], und am Empfänger erkennen Sie sofort, für wen sie bestimmt sind.
Bei Microsoft 365 (Exchange Online) ist diese Funktion laut Microsoft standardmäßig aktiv. Sie müssen also nichts einrichten. Nutzen Sie einen anderen Anbieter, reicht eine kurze Test-E-Mail an [email protected], um es zu prüfen.
Anleitung: hellomed Benutzer für jede Pflegekraft anlegen
- Nehmen Sie die E-Mail-Adresse Ihres Pflegedienstes, zum Beispiel [email protected].
- Setzen Sie hinter „info“ ein Pluszeichen und den Vornamen der Pflegekraft, also [email protected]. Lassen Sie Umlaute und Leerzeichen weg.
- Schicken Sie eine Test-E-Mail an diese Adresse und prüfen Sie, ob sie ankommt.
- Legen Sie in hellomed den Benutzer mit dieser Adresse an.
- Wiederholen Sie das für alle weiteren Pflegekräfte.
Das sollten Sie wissen
- Nur Empfang: Plus-Adressen sind laut Microsoft reine Empfängeradressen. Bestätigungen und Passwort-Codes kommen an, versenden können Sie von dieser Adresse aus nicht. Für hellomed ist das auch nicht nötig.
- Gemeinsames Postfach: Wer Zugriff auf [email protected] hat, sieht die Codes aller Pflegekräfte. Legen Sie fest, wer sie weitergibt, etwa die Pflegedienstleitung.
- Ordnung im Posteingang: Eine Regel wie „Empfänger enthält info+“ sortiert diese E-Mails automatisch in einen eigenen Ordner.
Fazit
Ein eigener hellomed Benutzer pro Pflegekraft sorgt für Sicherheit und klare Verantwortung. Mit Plus-Adressen richten Sie das in wenigen Minuten ein, ohne neue Postfächer und ohne zusätzliche Kosten.
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